gen den Druck dieſer peinlichen Gefühle, aber als die Auswanderung aus Olſons Hauſe, als der Erwerb in fremden Thälern beſchloſſen wurde, als der alte ge⸗ brechliche Guſtav nur mit Thränen an den Tag der Reiſe ohne Ziel dachte, als die Kinder Olſons unruhig dem Einpacken ihrer wenigen Habe zuſahen, und fragten,
wohin die Reiſe ginge? und Niemand antworten konn⸗ te; als ſie die düſtere Miene ihres Gatten gewahrte, 1 der nur mit der äußerſten Selbſtverläugnung den Rock
des Landmanns über die Heldenbruſt geworfen hatte, wo einſt die Strahlenkreuze kriegeriſchen Verdienſtes glänzten; als ſie dem künftigen Schickſale ihres Säug⸗ lings nachdachte: da verließ ſie der gewohnte Muth, eine trübe Sehnſucht nach dem Ende ſo vielen Entbeh⸗ rens und Leidens bemeiſterte ſich ihrer Bruſt.
Der längſte Tag, ein Tag ohne Nacht ſchien be⸗ reits über dem Afdalthale; die Sonne verbarg ſich erſt eine Stunde vor Mitternacht hinter den nördlichen Fel⸗ ſen, und kam bald wieder in ſchräger Richtung im Oſten hervor; der längſte Tag ſandte ſeine Strahlen auf mit ellenhohem Eiſe überdeckte Saaten, auf verdorrte Wie⸗
ſen, auf das Grab aller Hoffnungen des Landmanns. Dieſer lange Tag, war Leonoren ein Bild eines lan⸗ gen Lebens, in deſſen Verlauf uns das menſchliche Elend recht klar anſchaulich wird. Das bitterſte Gefühl in ih⸗


