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den ihr Spiel treiben zum Verderben der Gerechten, bis zum folgenden Morgen verblieb.
Killigran hatte ſeine Wette auf eine drollige Art erfüllt. Gleich nachdem er Aſtolph verlaſſen hatte, ſchickte er ſeine Diener, einen nach dem andern, in verſchiede⸗ ner Verkleidung zu wiederhohlten Mahlen nach dem Theater, und miethete mit ſchwerem Gelde alle Plätze für die Vorſtellung am Abende. Auch nicht einer Per⸗ ſon konnte der Eintritt geſtattet werden, und Killigran erſchien in ſeiner bunten Nationaltracht allein in ſeiner Loge. In der Erwartung der Vielen, die da kommen ſollten, wurde das Stück bis in die Hälfte geſpielt, und Albinens Talent mußte ihrem verſchmähten Anbether dienen, bis dieſer das Haus laut auflachend verließ. Der Theater-Director fand ſeine Rechnung bey dem Scherze des Schotten, und das Gerücht davon, mit beißendem Spotte auf die verlorne Wette, war das Erſte was Aſtolph vernahm, als er am folgenden Morgen ſein Haus verließ. Er fürchtete eine ihn beleidigende Begeg⸗
nung mit dem übermüthigen Killigran, er fürchtete die gefährlichen Folgen ſeiner aufbrauſenden Hitze, einen Ehrenhandel aus ſo lächerlichem Vorgange. Sein Ruf ſtand auf dem Spiele. Er verwünſchte die Breterwelt unſerer Tage, in deren Leben zum Spotte des Pöbels das ſeinige verwickelt erſchien; er pries die Zeiten der


