Teil eines Werkes 
2 (1825) Nachtfalter / von Franz Maria Nell
Entstehung
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40 zog ſich zurück aus Polychreſtos Hauſe, und ſeine Zun⸗ ge ließ es die Arme entgelten, daß ſie ſeinen Lippen den Kuß der Liebe verſagt hatte. Lord Killigran deela⸗ mirte eben mit gewohntem, lautem Tone in einem Kreiſe junger und alter Herren in der Hauptallee der Alame⸗ da, wo ſich die ſchöne Welt im Mittagslichte ſonnte, als Aſtolph nachdenkend über die Aufſchlüſſe, die ihm die letzte Nacht gegeben, und voll Entwürfe ſie zu be⸗ nützen, vorüber wandelte. Frauen, Theater und Albina waren der Gegenſtand des Geſpräches in dem Zirkel, dem Killigran präſidirte.„Glauben Sie mir, meine Herren,“ fuhr er in ſeinem Geſpräche fort, dem Aſtolph, weil er Albinens Nahmen vernommen, zuzuhören begann;„die meiſten Damen führen die Tugend im Munde wie ein gewiſſer Dichter die Tabaksdoſe in den Händen; dieſer ſchnupft nicht Tabak, und will nur zuweilen von ſeinen Gönnern für ſchlechte Verſe eine ſchöne Doſe erhalten, jene wollen tugendhafte Männer, um ſchlechte Frauen ſpielen zu können. Es iſt des Alchymiſten Polychreſtos gewagteſter Verſuch, Feuer auf dem Waſſer brennend zu erhalten, denn nichts löſcht das Tugendfeuer ſchnel⸗ ler, als der eaſtaliſche Brunnen, in welchem die Schau⸗ ſpielerinnen baden. Ihrem Bade ſieht mancher Actäon zu, ohne andere Hörner als die er von Hauſe mitbringt. Seit dem erſten Theater des Romulus in Italien, wo