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Bald war die Tafel aufgehoben, und lauter ward es im Saale. In geſoannter Erwartung eilte Aſtolph ſeinem Vater entgegen.„Wie glücklich,“ ſprach er zu dieſem,„macht mich eure Wahl!—„Du kennſt ſie alſo bereits? doch, ich hab's ja geahnet, Ghismonda Seradilla iſt die Zierde der Töchter Madrids, ihren ſchwarzen Augen hat noch kein Spanier widerſtanden 2* —„Wie“ rief Aſtolph vernichtet,„nicht jene mit den blonden Locken zu meiner Seite iſt die Erwählte 2“— „Thor!“ entgegnete Enrique verächtlich;„kennſt du die Weiber ſo ſchlecht, um eine Schauſpielerinn nicht zu erkennen? Ohne die wunderliche Kunſtliebe Don Pe⸗ dro's hätteſt du nicht in ſo zweydeutiger Geſellſchaft ge⸗ ſeſſen. Laß dieſe Albina, und lerne Ghismonden kennen, dann ſuche mich wieder auf.“ Damit verließ er Aſtolph⸗ der vor Schmerz und Verwirrung die Augen nicht auf⸗ zuſchlagen wagte, aus Furcht, Albinen zu begegnen. Doch ſie war nicht mehr im Saale. Halb froh, halb betrübt darüber, miſchte ſich Aſtolph gedankenlos in die Geſellſchaft, ſeiner ſelbſt wieder Herr zu werden nach ſo peinigend täuſchendem Spiele ſeiner Phantaſie.
Don Pedro Seradilla liebte die Kunſt in allen ih⸗ ren Zweigen. Dichter und Schauſpieler zog er an ſich, ſeine Feſte zu zieren. Auch heute hatte er in ſeinem Garten die Aufführung einer ſpaniſchen Ueberſetzung des


