Teil eines Werkes 
2. Band (1858)
Entstehung
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auf den Hof reiten, mit demſelben freudigen Herzklopfen, als vor neun Jahren, und als er die Treppe mit ſchnellen Schriften heraufkam, beeilte ſie ſich um auch fertig zu wer⸗ den. Als ſie in das Wohnzimmer trat, ſtand er zwiſchen den Kindern, die ihn förmlich mit Fragen und Erzählun⸗ gen beſtürmten, und aus Furcht und Aerger, daß der Papa nicht nach ihm, ſondern nach den anderen höre, ſchrie eines immer lauter als das andere. Das iſt aber ein unver⸗ ſchämtes Sperlingsneſt! rief der Papa, gerade als Eliſabeth eintrat. Er wandte ſich zu ihr und der Sturm war für jetzt beruhigt, Friedrich fing aber leiſe wieder an: Papa, die Kuchen ſind alle ſchon da. Papa, ſie haben unſer Sofa aus der Finderſtube in die große Erkerſtube geſetzt, fuhr der kleine Otto fort. Papa, aber einen Spiegel haſt Du nicht in Deiner Stube, verſicherte Mariechen, die Mama hat ihn wirklich fortgenommen. Papa, ſoll ich Dir ein ganzes Fenſter voll Braten zeigen? bat ein kleines Lies⸗ chen. Es war wieder große Gefahr, daß das Zwitſchern überhand nahm, die Vorbereitungen zum Beſuch waren den kleinen Sperlingen zu intereſſant. Die Mama aber hatte ihm auch etwas zu berichten, und da er ſie nicht verſtehen konnte, kommandirte er noch einmal Ruhe. Jetzt ſtand Eliſabeth eben ſo lieblich plaudernd vor ihm, als ſeine Kinder, nur daß ſie das Reich allein hatte und leiſer re⸗ den konnte. Er hörte aufmerkſam zu. Sie ſah es ſei⸗ nen Mienen an, daß er Luſt zum Lachen hatte; ſie ließ ſich dadurch nicht ſtören und erzählte alle ihre ſchönen Ein⸗