Teil eines Werkes 
2. Band (1858)
Entstehung
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habe Kopfweh, war deſſen kurze Antwort. Geſtehe es nur, Du haſt Dich über dieſen brutal dummen Men⸗ ſchen geärgert, fuhr Stottenheim fort. Dann zu den Da⸗ men gerichtet, ſchilderte er das Schwere des Soldatenſtan⸗ des, immerfort mit ſo rohen und beſchränkten Menſchen verkehren zu müſſen. Doppelt ehrenwerth, wenn man von der Roheit nicht angeſteckt wird, verſicherte Wina mit einer höflichen Verbeugung. Ich wollte aber doch nicht wünſchen, immer von zartfühlenden Damen belauſcht zu werden, lachte Stottenheim, die Galle geht einem oft ge⸗ nug über. Der Menſch verſtand Dich heute auch erſt, wandte er ſich zu Kadden, als Du ihn mit einigen ver⸗ dienten Ehrentiteln regalirteſt. Du haſt doch nicht ge⸗ ſchimpft? fragte Eliſabeth ſchnell. In Herrn von Kad⸗ dens Geſicht war eine unangenehme Bewegung zu bemerken, er ſchwieg aber. Das iſt doch ſchrecklich! begann Eli⸗ ſabeth. Da legte er ſeine Hand auf ihren Mund und ſagte ernſt: Laß das Eliſabeth, Du verſtehſt das nicht. Eliſabeth ſchwieg und ſchaute erröthend auf ihre Ar⸗ beit. Wina ſchoß Pfeile auf den Barbaren, und Stotten⸗ heim ſagte lachend: Du biſt doch ein ungalanter Mann. Aber Sie können es glauben, meine Damen, verſicherte er, es geht nicht anders. Er führte die Unterhaltung in fließender Weiſe weiter, und Eliſabeth, die ihres Mannes Unart heute ſehr ſchwer nahm, verließ das Zimmer und ging, um nach dem Mittagseſſen für die Eltern zu ſehen. Als einige Minuten ſpäter auch ihr Mann das Zim⸗