Teil eines Werkes 
1. Band (1858)
Entstehung
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zu halten. Eliſabeth lächelte durch Thränen und konnte ſich auch entſchließen, Emilien freundlich Lebewohl zu ſa⸗

gen, als die Zeit des Abſchiedes kam.

Der Tante Wina war es jetzt geſtattet, nachdem Eli⸗ ſabeth das Brautkleid mit dem Reiſekleide vertauſcht hatte, auf den jugendlichen Kopf das erſte Häubchen zu ſetzen. Der Bräutigam ſtand daneben, und Wina benutzte dieſe Gelegen⸗ heit gern, ſich etwas wichtig zu machen. Sie begann eine

feierliche Rede von dem Werthe edler Frauenwürde, als

Herrn von Kaddens guter Burſche unglücklicher Weiſe die Thür aufmachte und Eliſabeth zum erſtenmal anredete: Gnädige Frau, ſollen denn die Sachen alle in den Wa⸗ gen? Eliſabeth lachte, ſchaute mit Vergnügen hinauf zu ihrem jungen Gemahl, gab auch mit großer Umſicht ihre Befehle, von der feierlichen Wirkung aber, von Winas ein⸗ ſtudirter Rede war durchaus nichts mehr zu erwarten.

S

Druck von Ed. Heynemann in Halle.