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Mutter ſanft, laß Dich von Deinem Verſtand nicht in die Irre führen.— Aber wenn man einmal ſo geſcheit iſt, ſo iſt das ſchwer? ſcherzte Schlöſſer und ſah der Braut for⸗ ſchend und theilnehmend in die Augen.— Ja ſchwer, flüſterte ſie, als er jetzt Abſchied nahm.— WMit des Herrn Hülfe! ſagte er eben ſo leiſe, und ging dann fort.
Als er aus dem Hauſe trat, kam ihm Herr von Rei⸗ fenhagen noch einmal entgegen. Ich habe Sie hier erwar⸗ tet, ſagte er ſchnell, ich mußte Ihnen eine Mittheilung machen. Aber keine Ueberraſchung! entgegnete Schlöſſer. Herr von Reifenhagen lächelte und erzählte, daß er nach reiflicher Ueberlegung ſo eben auf dem Heimwege eine An⸗ frage gewagt, und von der Mutter und von Klärchen das vorläufige Jawort erhalten habe. Klärchen hatte zwar erſt gemeint, ob ſie nicht beſſer paſſe, ganz im Stillen bei den Vereinen zu arbeiten, aber er ſei doch bei der Bitte geblieben, ihre chriſtliche Liebe und Geduld an ihm zu üben. Nur zu einer ſolchen beſcheidenen Seele durfte ich kommen, ſchloß er ſeinen Bericht, eine andere würde es mit mir nicht aushalten.— Ohne des Herrn Hülfe ſind wir alle ſchwach, entgegnete Schlöſſer, und es iſt gut, wenn man das ſchon in den erſten roſigen Zeiten einſieht, fügte er ſcherzend hinzu. Beide Männer trennten ſich jetzt, beide aber gedachten dieſen Abend mit Hoffen und Bangen viel an die Zukunft, und beide hatten bei ihren verſchie⸗ denen Betrachtungen die Worte in der Seele Ohne des Herrn Hülfe ſind wir Alle ſchwach.


