1. Des Großvaters Bruder.
Je weiß gar nicht, warum gerade ich heirathen ſoll! ſagte Herr Karl von Budmar ärgerlich und ging dabei heftig im Zimmer auf und ab. Friedrich, ſein jüngerer Bruder, ſaß im Sofa und trommelte mit den Fingern auf die Lehne. Warum gerade ich,— fuhr der ältere wieder fort,— das Leben iſt ſchon voller Mühe und Sorge, und nun dazu dieſe Unannehmlichkeit. Er blieb jetzt fragend vor dem Bruder ſtehen. Die Sache iſt ganz einfach, ent⸗ gegnete dieſer lächelnd, Du ſollſt heirathen, weil Du Dich verlobt haſt. Ja, das war der Fehler! ſagte Karl leb⸗ haft, es iſt unbegreiflich, wie ich dazu gekommen bin.— Lieber Fritz, ich bin ſehr unglücklich! ſetzte er mit einem tiefen Seufzer hinzu. Was iſt denn wieder vorgefallen? fragte der Bruder jetzt theilnehmend. Vorgefallen iſt gar nichts, fuhr der Bräutigam auf, es iſt nur ein Factum da, eine Thatſache mit ihren unvermeidlichen Folgen. Heute komme ich hin,— ich verſäume keinen Morgen, mich nach dem Beſinden meiner Braut und dem Befinden meiner Schwiegermutter zu erkundigen,— heute nimmt mich die Schwiegermutter ſchon auf dem Flur in Empfang und flü⸗ ſtert: Morgen iſt Charlottchens Geburtstag, es iſt Ihnen
Elipabeth. 1. 1


