213
W
Grafen Heinrich, welcher ein Tauſend vier Hundert Neun und Zwanzig verſtarb. Stoll⸗ bergs hochgefeierter Stamm gebeut ſeitdem uͤber dieſes Erbe, durch himmelanſtrebende Berge zum Odenſchwunge begeiſtert und zum Heldengeſange durch die thatenreiche Vorzeit der Ahnen. 15 1
So wechſelt die Zeit ihre Zuͤge. Hier vergeht ein Geſchlecht, dort erhebt ſich ein neues. Dem iſt es beſchieden, hoch und herrlich uͤber Millionen zu gebieten; jenen
nach kurzer Bluͤthe unter den Trümmern von eigner Groͤſſe zu ſinken. Wage nicht, frevelnd deine Hand an den Bau der Zeiten zu legen! Mit Schrecken ſturzen ſeine letz⸗ ten Truͤmmern uͤber dich her, dich mit zu begraben. Er beſſert und ſchoͤnt ſich ſelbſt, und gelaͤnge dir jetzt die Vernichtung des Rieſen, ſchon keimt ein Gelingen ein neues Gebilde, welches begierig ſeine Ranken aus⸗ reckt uͤber das ewig wechſelnde Erdreich. Was


