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. 8 Raſſelnd ſtiegen die Bogenbruͤckeu über dem Ringgraben zu Gerſtorp wieder zur Hoͤhe, und die Thore ſchloſſen ſich, denn ſchon
hielt die Schaar der Reiter zur Linken hart
unter dem Wartthurme unweit der Feſte⸗ Die zur Rechten ritten langſam heran und nahmen den Grafen Albrecht von Rei nſtein in ſichere Gewahrſam. Unter lautem Jubel des Volks ward nun der kuhne Raugraf, der Ritterzier und des Waffenſchmucks entkleidet, langſamen Schritts im Triumphzuge von den Siegern zur Stadt hineingefuͤhrt, und was er in Gerſtorp geſucht auf eignem Boden, ein Plätzchen der Ruhe und Sicherheit, das wieß ihm nun der hochedle Rath der Stadt auf der Burg in der Altſtadt an. Kalt wie Decemberfroſt, den Tod ins Angeſicht hoͤh⸗
nend⸗, chritt der Gefangene zwiſchen den Sie⸗
gern dem finſtern Kerker entgegen, ſich wohl bewußt der Kraft und des Muths, welche nur der zehnfachen Uebermacht unterlagen. Stolz, wie Reinſteins Stamm geziemte, trat er ein in das dumpfe Gewoͤlbe, blickte


