29
aus dem Nabelwalde zu ihm herabgefuhrt hat⸗ te⸗ So löfete ſich des armen Golderichs Ve⸗ ttug.
Wie wird es nun erſt dem einfältigen
Hartgert ergehen, ſprach faſt traurig der Vater,
da ſeine klugeren Bräder ihr Gluck nicht beſſer zu bewahren verſtanden! Aber Hartgert mein⸗ te, das waͤren ſeine Sorgen, und ſchnuͤrte ſein Bündlein, um ſich, der dritte und letzte, nun auch auf den Weg zu machen. Der kam faſt in einem Tage zum Nadelwaͤldchen, denn ihm duͤnkte es zu ſäumig, den Schneckengange der
Herrſtraſſe zu folgen. Er— wußte, daß weder
Strom, noch Wald im Wege lag, drum faßte Hartgert den blauen Hugel ins Auge, und
bahnte ſich ſeinen Pfad uͤber Berg und Huͤgel⸗
durch Felder und Thäler, oft, wo noch keines Menſchen Fuß je gewandelt war. Und hätten
Ströme und waͤren Waͤlder inmitten gelegen, mit ſtarkem Arm wären Fluth und Buſchwerk
zertheilt, denn Hartgert war ein kähner S Schwim⸗ mer und uͤſtig mit der At am Stamme.


