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Adeline Protat / aus dem Französichen des Henry Murger von Dr. Karl Büchele
Entstehung
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man es nennen möchte, erhoben die Häuſer von Marlotte ihre rothe Bedachung. Vor ihnen und in derſelben Rich⸗ tung, der ſie auf ihrem Weg nach Montigny folgten, wand ſich der Fluß in maleriſch eingeſchnittenen Krüm⸗ mungen hin, die fruchtbare Ebene beſpülend, an deren Rande das Städtchen Moret liegt, wo der Hammer der öffentlichen Verſchönerung Tag für Tag einige Trümmer von den alten Bauwerken herunterſchlägt, welche aus dieſem Flecken eine wahre hiſtoriſche Curioſität machten.

Obwohl für Lazare die Gegend, welche er durch⸗ wanderte, nicht neu war, da er ſchon einmal hier ge⸗ wohnt hatte, machte er doch öfters Halt, auf dem weiten Felde ſich umzuſchanen, das im vollen Schaffen ſeiner Fruchtbarkeit überfallen worden war und an einem ein⸗ zigen Tage der Sichel den Preis der mühſamen Arbei⸗ ten zurückgab, die es ein Jahr lang den Pflug gekoſtet hatte. Während des kurzen Haltes, den ſein Begleiter machte, legte der Bauernjunge jedesmal ſeine Laſt zur Erde, ſetzte ſich mit ernſthafter Miene darauf und ſchien ſich, den Kopf in die Hände legend, in tiefe Betrachtun⸗ gen zu verſenken; lud, wenn er den eiſenbeſchlagenen Stock des Künſtlers auf der Straße wiederhallen hörte, den Kaſten von Neuem auf die Schultern, trocknete mit dem Aermel ſeiner Blouſe eine Thräne, die ſich in der Ecke ſeiner Augen ſammelte, und ſetzte, einen ſchweren Seufzer ausſtoßend, ſeinen Weg fort. So marſchirten ſie, einer hinter dem andern, etwa eine halbe Stunde weiter, und die erſten Häuſer von Montigny waren noch immer in ziemlicher Ferne.

Dieſe verdammten Landmeilen nehmen kein Ende, murmelte der Künſtler, ſich die Stirne trocknend;je nä⸗ her man kommt, deſto weniger iſt man am Ort.

Und während er unmerklich ſeine Schritte verkürzte, befand ſich der Bauernknabe, der ſeinen gleichen Gang eingehalten hatte, bald ihm auf der Ferſe. Lazare, der ſich mechaniſch umdrehte, bemerkte jetz die Traurigkeit, die ſich