Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1862)
Entstehung
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Perſon gewidmet wurden, denn ihr Ehrgeiz hatte den

ganzen Kleinlichkeitsſinn der Eitelkeit, und mit jedem Tag forderte ſie neue, noch größere Beweiſe für ihre unbeſchränkte Herrſchaft.

Aber in dieſem Augenblick, wo die Fackeln zu ihrer Ehre die Nacht beleuchteten, wo Tauſende von Menſchen unter ihren Fenſtern verſammelt ſtanden und ihr Lob im Geſang erſcholl; in dieſem Augenblick hatte ſie zum erſten, ja vielleicht einzigen Mal in ihrem Leben nichts mehr zu wünſchen.

Als ſie, nachdem der Geſang verſtummt war, in einem offenen Fenſter die unten verſammelte Volksmenge begrüßte und durch Schwenken eines Tüchleins ihre Erkenntlichkeit ausdrückte, da erſcholl vom Markte herauf ein enthufiaſtiſches:„Es lebe Signora Pariſina!“ be⸗ gleitet von gewaltigen Hurrahrufen, wobei Fackeln und Hüte in die Luft geſchwungen wurden. Die Perſen die dieſen ganzen, für die Tänzerin ſo ſchmeichelhaften Auftritt veranſtaltet hatte, ſtand in ihren Mantel ge⸗ hüllt in einiger Entfernung und betrachtete die Scene. Graf Manfred, denn er war es, war mit ſeiner Ver⸗ anſtaltung ungemein zufrieden. Mit großem Behagen hörte er den Jubel des Volkes an, und als das Hurrah⸗ geſchrei, vom Echo der hohen Häuſermauern vervielfacht, mit majeſtätiſcher Macht die Luft durchſchütterte, da lächelte er und klatſchte vor Entzücken in die Hände.

„Es iſt in Wahrheit ein köſtliches Schauſpiel,“ ſagte er zu ſich ſelbſt.„Da ſtehen tauſend Menſchen, alle vom Glauben beſeelt, der Kunſt eine gerechte Huldi⸗ gung darzubringen; dort ſteht der Gegenſtand des all⸗ gemeinen Jubels, glückſelig über die außerordentliche Ehre, die ihr widerfährt, und hier ſtehe ich, der ich in meiner Hand die Fäden der ganzen Poſſe halte, der einzige Menſch, welcher weiß, um was es ſich eigentlich handelt Signora Pariſina, Sie glauben die Schlau⸗ heit ſelbſt zu ſein, aber Sie haben noch viel zu lernen. Von mir ſollen Sie einmal die ighrt gewinnen,