Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Czar Paul und sein Volk ; 3. Band (1861)
Entstehung
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blendendes Aeußere zugleich in manchen Eigenſchaften die franzöſiſche Schauſpielerin an den Tag gelegt hätte, die ihre Wirkungen im Vollgefühl der Herr⸗ ſchaft, welche ſie auszuüben berufen iſt, mit weichen und jederzeit abſichtlichen Händen zu verſtreuen ge wohnt iſt.

Ich bin überzeugt, ſagte ſie jetzt mit einer be zaubernden Stimme, daß unſer Erſter Conſul in Paris in dieſem Augenblick nicht geringere zärtliche Studien auf das Portrait Eurer Majeſtät verwenden wird! Bonaparte liebt ein ſolches Geſicht, wie der Czar Paul es hat, und Ihr beiden Herren ſeid Euch darin ähnlich und verwandt, daß es der Liebreiz der That iſt, der aus Eurem Innern ſpricht und der ſich auf eine unwiderſtehliche Weiſe mit der Schönheit des Helden, mit der Allmacht des Mannes, in Euch ver mählt. Czar, ich bitte Euch, ſchickt doch einen Ge— ſandten an den Erſten Conſul ab, und laſſet Euch von ihm ganz genau berichten, wie Bonaparte über Euch denkt, ja, ich kann ſagen, wie Bonaparte über Euch fühlt!

Dies hat mich ſchon beſchäftigt, entgegnete Paul nachſinnend, indem ſein Geſicht in ernſten Zuckungen

ſich bewegte, woraus er es nur wieder durch einen Th. Mundt, Czar Paul. 2. Abthl. III. 16