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mußte. Um ſo mehr glaubte ſie ihn jetzt in der ganz regelrechten und exacten Stellung, die er ihr einge⸗ ſchärft hatte, empfangen zu müſſen, und ſie ſtand daher ſteif und unbeweglich feſt, mit der Fahne in der Hand, als der Großfürſt in dieſem Augenblick mit vor Wuth entſtelltem Geſicht herauf kam und ſich vor Maria Feodorowna hinſtellte. Die harmoniſche und ſanfte Ruhe, in welcher er ſie antraf, ſchien ihn jedoch mehr aufzureizen, als ſeine Zufriedenheit zu erwerben. Er betrachtete ſie einige Minuten lang mit einer ſtumpfen hinſtierenden Verwunderung, dann riß er ihr ungeſtüm und brummend die Fahne aus der Hand und warf dieſelbe von dem Thurm in den Schloßhof herunter.
Sie brauchen ſich nun auch nicht länger zu be⸗ mühen, Großfürſtin, rief er rauh und mit einer vor Wuth faſt erſtickten Stimme. Von einem Angriff auf dieſen Platz kann nun nicht weiter die Rede ſein. Ich bringe ſehr ſchlimme Nachrichten. Der Major Lin⸗ dener iſt ein einfältiger Menſch, er iſt ein wahres Vieh und hat uns vollſtändig im Stiche gelaſſen. Ich jage überall umher, um ihn mit ſeiner Colonne zu entdecken, und da komme ich auf das Dorf, welches Soltykow hier in der Gegend beſitzt, und was ſehe ich? Dort liegen die Soldaten Lindeners in dem


