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aber jetzt nicht beſtieg, um zu den Vorpoſten hinaus zu reiten. Er bediente ſich dazu vielmehr eines alten ſteifen Soldatenpferdes, das er einem gemeinen Ar⸗ tilleriſten abnahm, und das er eine vilaine Creatur nannte, obwohl er es mit vergnügtem Geſicht der Ehre würdigte, ſich in ſeinen Sattel zu ſchwingen und dar⸗ auf zur Beſichtigung der Vorpoſten abzureiten.
Auf den Vorpoſten fand er zu ſeiner Zufriedenheit, daß zwar Alles in der beſten Ordnung ſei, daß aber einige dieſer Poſten noch einer Veränderung und Ver⸗ ſtärkung der Mannſchaften bedurften. Dann ſandte er einzelne Trupps aus, um ſich auf Kundſchaft zu ver⸗ legen und vorſichtig zu erſpähen, wo ſich der Feind eigentlich aufhalte und ob und wie er ſeinen Angriff bereits eingeleitet haben möchte. Denn es begann dem Großfürſten bereits aufzufallen, daß ſich von den Schaaren des Majors Lindener noch gar keine Spur zeigen wollte, und da ſich ihm die Unternehmung des Preußen dadurch in ein völlig räthſelhaftes Dunkel hüllte, ſo begann der Großfürſt verdrießlich zu werden, und ſtarrte ärgerlich und ungewiß in die Ferne.
Jetzt fiel ihm ein, daß er doch wohl einen Augen⸗
blick nachſehen müſſe, wie es der Groffürſtin dort
oben auf ihrem Thurm ergehe. Denn ſeit einigen


