Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Czar Paul und sein Volk ; 1. Band (1861)
Entstehung
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Katharina, die herrliche Czarin, war auch eine kleine Deutſche geweſen, und wurde doch eine große Ruſſin, die größte vor allen, die auf dem Boden Ruriks ge⸗ boren worden. Und Jwan Paulowitſch Koutaitzow ſogar iſt Ruſſe geworden, und zwar Ruſſe mit Leib und Seele, das arme Thier, der Koutaitzow, der in ſeinem Vaterlande kein Vaterland hatte und erſt in der Barmherzigkeit des Großfürſten ſeine Heimath fand. Und dieſe Heimath iſt das heilige Rußland, juchhe! Es lebe Rußland und ſeine Czaren!

Der Groffürſt hatte dieſe Jubeläußerungen ſeines Lieblings nicht vernommen, die ihn ſonſt ſehr erfreut haben würden. Aber ſein Gemüth ſchien von dieſem Aerger, der ihn jetzt über ſeine Gemahlin erfüllte, ganz hingenommen zu ſein. Er war, wie vom tiefſten Nachdenken befangen, in ſich ſelbſt verſunken, und ſtarrte in einer dumpfen Betäubung vor ſich hin, ohne noch, wie es ihm dann geſchah, irgend Etwas um ſich her wahrzunehmen. Das Blut ſchien ihm in die Augen getreten, er bedeckte dieſelben krampfhaft mit ſeinen Händen und ſchwankte einen Augenblick hin und her.