Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Czar Paul und sein Volk ; 1. Band (1861)
Entstehung
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Denn Paul war im Grunde von einer höchſt wiß⸗ begierigen Natur. Die ernſteſten Dinge hatten oft für ihn das größte Intereſſe, und wer es verſtand, ihn davon auf eine ganz mnabſichtliche und gelegentliche Weiſe zu unterhalten und ihm mitten unter den Aben⸗ teuern und Gefahren der Jagd etwas aus der Ge⸗ ſchichte und der Natur zu erzählen und zu erklären, der hatte ſeine Zuneigung gefeſſelt und ihn innig an ſich gekettet. Es war daher nicht auffallend, daß Paul, ſobald er mit ſeiner jungen Gemahlin nach Petersburg zurückgekehrt war, den Prinzen Kourakin wieder zu ſich zurückberief und ihn als ſeinen Cavalier und Geſellſchafter an ſeinen neuen Hofſtaat zu feſſeln ſuchte.

Paul, im Bedürfniß nach einer ſolchen Umgebung, ſchlug ſich dabei zugleich die trübe Reflexion aus dem Kopf, daß Kourakin einer der ſchönſten Männer Pe tersburgs war und daß er Bedenken haben konnte, einen Mann von ſo liebenswürdigem Aeußern und von ſo verführeriſchen Fähigkeiten in den vertrauten Zir teln ſeines Hofſtaats zu ſehen. Aber die Haltung der Großfürſtin war ſtets von der Art geweſen, daß Paul auch nicht dem leiſeſten Vorwurf gegen ſie Gehör geben konnte, und jedesmal, wenn Paul irgend einen