Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Czar Paul und sein Volk ; 1. Band (1861)
Entstehung
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ſeine düſteren Launen durch ihre unermübliche, ſtets ſich gleich bleibende Heiterkeit und Anmuth zu be ſchwichtigen, oder ihm, wenn er von ſeinen langen Jagden in der Umgegend auf das Schloß zurückkehrte, den Werth der ſorglich waltenden Hausfrau und der auf Alles eingehenden Freundin im ſchönſten Glanze zu zeigen.

Denn Maria, die ſeit dem Verlauf ihrer nunmehr achtjährigen Ehe mit Paul nur eine immer zärtlichere und aufmerkſamere Gattin geworden war, ſchien in jedem Betracht nur für ihn zu leben, und wenn man dieſer Ehe allen äußeren Anſchein des Glückes nicht abläugnen konnte, ſo mußte Jeder, der die junge Großfürſtin ſah, zu der unzweifelhaften Annahme ge langen, daß auch ihr Herz dabei keineswegs unbefrie digt geblieben oder eine widerwillige Rolle übernom men habe.

Maria war in dieſen acht Jahren nur lieblicher und glänzender aufgeblüht, und in der Reinheit und Friſche ihrer regelmäßig ſchönen Züge deutete ſich niemals auch nur ein leiſer Zug geheimer Trauer oder widerſtrebender Gefühle an. Sie ſchien die Aufgabe, welche ſie übernommen, mit einer wahren Schwärmerei des Herzens durchzuführen, und ihre