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innigſten und leidenſchaftlichſten Hingebung zu thun pflegte, und was er ſich zur großen Freude der Cza⸗ rin ſeit den Tagen, wo das Verhältniß zwiſchen Beiden immer vertraulicher und rückhaltloſer ge⸗ worden war, verſtattete.
Sie munterte ihn deshalb durch das gnädigſte Lä⸗ cheln auf, fortzufahren, und Potemkin ſagte, nachdem er noch einmal einen Seufzer aus tiefſter Bruſt her⸗ vorgeholt:
Meine huldvolle Gebieterin, ich fühle mich beäng⸗ ſtigt von Gewiſſensſprupeln, die mir keine Ruhe mehr laſſen wollen. Czarin ſoll nicht glauben, daß der Po⸗ temkin ein Menſch ohne Religion und Heilige iſt, ſon⸗ dern der Potemkin iſt ein ehrlicher Kerl, dem die Re⸗ ligion tief in ſeinem Herzen wohnt, und welcher unſerem heiligen Glauben genugthun möchte auf allen Wegen und Stegen, die er betritt. So, meine gnädigſte Cza⸗
rin, habe ich jetzt wieder meine Zeit, wo mich wahr⸗
haft der religiöſe Bock ſtößt, wo ich nicht aus noch ein weiß in meinen geiſtlichen Bekümmerniſſen und Anfechtungen, und wo mich zugleich alle Zweifel der Hölle, die nur in einer gläubigen Seele Platz nehmen können, plagen! So läßt es mich heute nicht ruhen, daß das Heiligenbild, welches wir heut mit uns ge⸗
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