Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Der Großfürst ; 1. Band (1861)
Entstehung
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aus ihren Angen ſchleudernd, welche die arme Groß fürſtin zu vernichten drohten. Dann entfernte ſie ſich, um mit anderen Perſonen ihres Hofſtaats zu ſprechen, die mit den beeifertſten Huldigungen ihren Kreis öff neten, um die hohe Gebieterin in ihrer Mitte zu empfangen.

Die Großfürſtin, die jetzt einen Augenblick ganz allein geſtanden hatte, blickte in einer traurigen Stim⸗ mung um ſich her. Ein tiefes Wehegefühl, an dem ſie ſeit ihrem Aufenthalt in Petersburg ſchon öfter gelitten, drohte ihre Bruſt zu ſprengen. Es war wie eine Felſenlaſt, die ſich ſeit kurzem auf ihr Herz ge— wälzt hatte. Die Empfindungen, welche ſie in dieſem Augenblick beſtürmten, drangen ſo heftig auf ſie ein, daß ſie nicht mehr die Möglichkeit fühlte, es noch länger in dieſem Saal aushalten zu können. Mit Sehnſucht blickte ſie auf die hohen Gipfel der grünen Bäume, die von draußen aus dem Schloßgarten durch die Bogenfenſter zu ihr hereinſchimmerten. Es däuchte ihr, als ob der Boden hier unter ihren Füßen glühte, und es drängte ſie hinaus, in's Freie, in die Luft, weil ſie ſonſt fürchtete, den lauten Schrei, der ihr aus tiefſter Bruſt emporſtieg, nicht länger zurückhalten

zu können.