Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Der Großfürst ; 1. Band (1861)
Entstehung
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ſuchen. Die kleine, kurze Naſe, die ſonſt kaum aus dem Geſicht hervorgetreten ſein würde, war in ihrer Spitze auf eine höchſt auffallende Weiſe aufwärts ge⸗ bogen und gab dem ganzen Geſicht einen ſtechenden, unruhigen Ausdruck, über den man nicht gleich mit ſich einig werden konnte. Zwiſchen dieſer Naſe und dem darunter liegenden, ungemein kleinen Mund war ein ungewöhnlich langer Zwiſchenraum, der einen merk⸗ würdigen Charakter⸗Ausdruck hinzufügte. Dieſer auf⸗ fallende Zug verdarb den edleren und ſinnigen Ausdruck, der in den ernſten, beſorgt in die Ferne blickenden Augen wohnte. Es begann hier ein rohes, wildes Ele⸗ ment der ganzen Phyſiognomie, das durch den darunter liegenden feinen, ſeltſam gekniffenen Mund, deſſen Unter⸗ lippe ein wenig fett herunterhing, nicht wieder gut⸗ gemacht werden konnte. Das Geſicht lief in einem glatten, faſt anmuthig zu nennenden Kinn aus, wäh⸗ rend ſich oberhalb eine hohe, faſt die ganze Hälfte des Geſichts bildende Stirn wölbte, der ein edler, intellektueller Ausdruck nicht abzuſprechen war. Das ganze Portrait ſchließt mit einem zierlich gewundenen Zöpfchen, das nach der Sitte der Zeit dem jungen Prinzen aus einem wohlgeordneten Haarbeutel zwiſchen den Schultern herunterhing.