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liebten als gefürchteten Günſtling, dem gewaltigen Grafen Gregor Orlow, zum Geſchenk gemacht hatte. Aber ſchon ſeit längerer Zeit bewohnte Orlow, nach dem er die zärtlichen Gnaden der Czarin verloren, dieſes Haus nicht mehr, und es war Mode geworden, die fremden Gäſte des kaiſerlichen Hofes auf einem dazu beſtimmten Flügel des alten Marmorpalaſtes ein zuquartieren.
Dieſer Palaſt litt jedoch an melancholiſchen Ein drücken, die auch in dem öden, weitläufigen Saal, in dem man ſich befand, nicht zu verwinden waren. Alle Augenblicke warfen die jungen Prinzeſſinnen ihre ſcheuen und beſorgten Blicke in den nicht ganz erhellten Hin tergrund des Saals, in dem ihnen allerlei Schatten und Geſtalten auf und nieder zu ſchlüpfen ſchienen. Oder ſie ſprangen mehrmals erſchrocken und mit leiſen Schreien in die Höhe, denn ſie glaubten die Thür ſich öffnen zu hören, und bald ſollte es ein Geſpenſt ſein, von dem man einen Ueberfall befürchtete, bald wähnte man, die große Czarin ſei ſchon angekommen, und werde jetzt zu ihnen eintreten.
Am meiſten ängſtigten ſich die Prinzeſſinnen vor der Ankunft Katharina's, der ſie jeden Augenblick mit ſtürmiſchem Herzklopfen entgegen ſahen. Prinzeſſin
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