Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Der Großfürst ; 2. Band (1861)
Entstehung
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In Paul's Augen zitterte eine große Thräne, als er ſich jetzt ſtill und langſam erhob und das Lager Natalien's verließ. Ihm war eingefallen, daß er nach den Aerzten ſenden und daß er die Czarin benach⸗ richtigen müſſe. Ueberzeugt, daß ein unwiederbring⸗ licher Verluſt ihn betroffen, der ihm durch Nichts in der Welt mehr erſetzt werden könne, ſchlich er ſich, wankend, mit einem heftigen, ſchmerzlichen Zucken in allen ſeinen Geſichtsmuskeln, von dannen.

Noch einmal kehrte er ſich an der Thür nach ihr um und warf ihr einen unendlich wehmüthigen Scheide⸗ blick zu.

In dieſem Angenblick bemerkte er nicht, daß in

der Thür eine dunkele, haſtig eilende Geſtalt an ihm vorübergeſtürzt war, um ſich der Großfürſtin zu nähern.

Es war Graf Razumovsky, den ſeine wachſende Beſorgniß um das Leben der Großfürſtin und un⸗ heimliche Ahnungen, die ihn in der letzten Zeit be⸗ ſchlichen, hierher getrieben hatten, um ſich endlich ſelbſt von dem räthſelhaften Zuſtand zu überzeugen, in dem ſich die Prinzeſſin, nach den bereits aufſteigenden dunkeln Gerüchten, befinden ſollte.

Razumovsky ſank beſinnungslos und mit einem