Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Der Großfürst ; 2. Band (1861)
Entstehung
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und Rechte zu lehren! In der That, Prinzeſſin, ich glaube, Ihr ſeid verloren!

Katharina hatte dieſe letzten Worte mit einer ſo fürchterlichen Gewalt ihrer Stimme geſprochen, daß Natalie entſetzt in die Kiſſen zurückſank, und mit einem tiefen ächzenden Seufzer ihre Augen ſchloß. Auf der Stirn der Czarin ſchien in dieſem Augenblick eine triumphirende Freude aufzuglänzen. Sie trat von Neuem dicht zu ihr heran, beugte ſich zu ihr nieder und, ohne den gefährlichen Zuſtand der Leidenden zu beachten, rief ſie ihr mit einem fürchterlichen Ton in die Ohren:

Unbeſonnene, Ihr fühlt alſo jetzt, daß ihr in der Gewalt der Czarin ſeid! Wie mochtet Ihr glauben, daß man mir trotzen kann! Man trotzt der Czarin Katharina von Rußland nicht, oder man greift, wie in thörichtes Kind, in die Speichen der Räder, die ſeden zermalmen, der ſich ihnen in toller Selbſtver⸗ eſſenheit genähert hat!

Es iſt genug! ſchrie die Großfürſtin, ihr Haupt enter der Decke des Bettes verbergend. Gnade! Hnade! Ich vermag es nicht mehr auszuhalten, ich uitte um Gnade! Gnade!

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