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deſſen klar bewußt, Großfürſtin, ſo werden Sie keine Urſache mehr finden, uns zu zürnen und ſich über Ihre Czarin zu beklagen.
Katharina richtete ſich in aller ihrer Würde, flam— mend von Zorn und Leidenſchaft, empor und beugte ſich mit Schreckensaugen zu der Prinzeſſin hinunter, um auf den immer bleicher gewordenen Wangen der⸗ ſelben den Eindruck zu beobachten, welchen dieſe Worte auf ſie hervorgebracht.
Natalie ſchwieg einen Augenblick betroffen und verwirrt ſtill. Dann ſagte ſie mühſam: Ich bin mir keines Verraths bewußt, denn ich ſtrebte nur immer nach dem Beſten, ich wollte das Höchſte erreicht ſehen, das es in meinem neuen Vaterland, wofür ich Rußland hielt, zu erreichen giebt.
Nein, erwiederte die Czarin mit donnernder Stimme, indem ſie die Leidende heftig am Arm ergriff und ſchüttelte, Sie kannten das Beſte und Höchſte nicht, das es in Rußland giebt, Sie kannten nicht den Ge⸗ horſam, ohne den man in Rußland nicht athmen, ohne den man nicht herrſchen und gebieten, ohne den man nichts Beſſeres und Edleres geſtalten kann. Wer nicht zu gehorchen verſteht, hat keinen Platz in Ruß⸗ land, und verdorrt hier wie der Strauch, dem von
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