Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Der Großfürst ; 2. Band (1861)
Entstehung
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legen, meine Gute! Es ſoll mir recht angenehm ſein, wenn Du auf eigene Hand keine Scandale mehr machſt, aber man muß nichts verſchwören in dieſer erbärmlichen Welt, in der man nie genau weiß, wie man ſeine Talente einmal wird brauchen können. Eliſabeth zuckte zuſammen und ſah ihn betroffen an. Ueber ihr Geſicht fuhr ein ſpähender grinſender Zug, der für Potemkin etwas Erſchreckendes hatte. Nachdem ſie ihn eine Zeitlang durchbohrend betrachtet, ſagte Potemkin, welcher dieſen lauernden höhniſchen Blick, der ſich ſo feſt auf ihn gerichtet, nicht länger ertragen zu können ſchien: Begeben wir uns nun vor allen Dingen von hier fort. Es ſcheint mir nicht gut, hier länger zu verweilen, denn je länger ich Dich betrachte, deſto mehr will es mir vorkommen, als wenn der Aufenthalt hier in dieſem Hauſe ſehr ſtark die Phy⸗ ſiognomieen verdirbt. Wahrhaftig, Du haſt einen Ausdruck in Deinem Geſicht bekommen, den ich frü⸗ her niemals an Dir bemerkt habe. Es giebt eine gewiſſe Finſterniß in Deiner Phyſiognomie, vor der ich mich ſcheuen könnte. Und ſonſt warſt Du ein luſtiger, poſſirlicher Bruder, der blos eine falſche An⸗ ſicht von den Moralgeſetzen zu haben ſchien. Jetzt ſiehſt Du gelehrt und ernſthaft aus, wie ein Archi⸗

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