Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Der Großfürst ; 2. Band (1861)
Entstehung
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darauf einem fürchterlichen Gähnen hingab, das er ununterbrochen und mit den ſtärkſten Lauten fort⸗ ſetzte, ohne ſich im Geringſten um die Anweſenheit der Czarin zu kümmern.

Man wird müde, rief er der Czarin zu, ſobald man in dieſes alte, ſchläfrige, feierliche Moskau kommt. Was in aller Welt werden wir nun hier machen, meine theuerſte Czarin? Ich fürchte, hier wird mich die Langeweile ins Kloſter treiben, wenn es meine Frömmigkeit nicht thut, mit der meine Czarin nicht einverſtanden zu ſein ſcheint.

O Potemkin, glaubet mir, entgegnete die Czarin, es wird hier viel zu thun geben! Ihr werdet nicht ins Kloſter gehen, wenn Ihr mich lieb habt!

Potemkin ſchien jetzt von einer tiefen Traurigkeit befallen zu werden. Auf ſeinem Geſicht ſchattete ſich eine große Trübſal ab, und die Augen mit jenem eigenthümlichen Aufſchlag, der nie ſeine Wirkung bei ihr verfehlte, zu ihr emporhebend, ſagte er langſam und ſchmachtend: Nur die unglücklich Liebenden gehen ins Kloſter, Czarin! Aber dann iſt es der einzige Troſt, der ihnen geblieben. Wehe mir, wenn ich zu dieſem Gang mich getrieben fühlen ſollte. Doch wenn alle meine Wünſche bei Euerer Majeſtät ſcheitern,

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