Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Der Großfürst ; 2. Band (1861)
Entstehung
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lichen Kern der ruſſiſchen Nation, einſt eine wahre Wiedergeburt des Reichs hervorgehen zu laſſen. Darum bin ich ſtolz und froh, daß gerade unſere Namen hier auf den Lippen der Patrioten leben und hoch erklingen, während andere Namen ein ebenſo bedeutungsvolles Schweigen überdeckte!

Paul, tief und düſter in ſich verſunken, ſchien der Gegenwart ſo ferngerückt zu ſein, daß Razumowskh in dieſem Augenblick es wagen zu können glaubte, die kleine weiße Hand der Großfürſtin, die ſich im Eifer ihrer letzten Worte aus dem Reiſemantel hervorgehoben hatte, mit der ſtreifen, und ſich, anſcheinend nach etwas Anderem herunterbeugend, mit einem leiſen Kuß auf dieſe Finger zu neigen.

Eine dunkle Röthe war auf Nataliens Wangen geſtiegen, zugleich mit einem anmuthvollen, reizenden Lächeln, in dem ſich ihr Geſicht verklärte. Die un⸗ endliche Kühnheit des Grafen Razumowsky ſchien einen großen Eindruck auf ſie gemacht zu haben, denn das Schlimmſte wäre geſchehen, wenn der Großfürſt, auf⸗ merkſam werdend, ſeine Blicke auf dieſen Vorgang ge⸗ richtet hätte. Aber Paul war in dieſem Moment mit ganz anderen Dingen beſchäftigt, als mit ſeinen näch⸗ ſten Umgebungen, auf die er nicht im Geringſten achtete.