Teil eines Werkes 
5. Band (1861)
Entstehung
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meines theuern Max das erſte Mal, daß er ſeit jenem Tage in Gegenwart meines Vaters über meine Lippen kam. Er ward ſchweigend hingenommen.

Nicht lange darauf blieb Papa plötzlich ſtehen und ſagte zu mir:

Ich weiß, Dora, daß Du ſpäter noch einmal Doctor Urquhart heirathen wirſt.

Was ſollte ich ſagen? Sollte ich leugnen? Sollte ich Max, meinen Geliebten, meinen Gatten, verleugnen? Oder meinem Vater Etwas ſagen, was nicht in Wahrheit beruhete? Eins war ſo unmöglich wie das Andere.

Somit gingen wir weiter und ſchwiegen, bis wir unſern Kirchhof erreichten, in welchen wir hineingingen, um uns in der Vorhalle niederzuſetzen und gegen die Mittagshitze zu ſchützen, welche Papa jetzt mehr fühlt als er ſonſt zu thun pflegte. Als er meinen Arm ergriff, um nach Hauſe zu gehen, war ſein Unmuth verſchwunden und er ſprach ſogar mit einem gewiſſen Grade von Schwermuth.

Ich weiß nicht, wie es kommt, liebe Tochter, ſagte er,aber die Welt iſt jetzt ganz anders. Die Leute predigen ſeltſame Lehren und handeln auf ſeltſame Weiſe, ſo wie man es, als ich jung war, nicht für möglich hielt. Es kann zum Guten ſein, aber auch zum Böſen dies werde ich mit der