in welcher wir ſie gefunden, und daß ſie ſo bald als möglich aus dem Dorfe entfernt werden ſollten.
Sie gab keine Antwort, ſondern lag gleichſam in Gedanken verſunken und rührte ſich kaum, mit Ausnahme eines dann und wann bemerkbaren Zuckens.
So brachte ſie den ganzen Nachmittag und Abend zu, bis ich ſie zum Gebet rief, welches kürzer war als gewöhnlich, denn Papa war ſehr müde. Er las blos die Collecte und ſprach das Vaterunſer, wobei ich unter den Stimmen, die der ſeinigen folgten, mit Ueberraſchung die Penelope's erkannte, und an ihr einen ruhigen, ſanften Ausdruck wahr⸗ nahm, wie noch nie zuvor. Und als— nachdem die Diener ſich entfernt hatten— ſie auf Papa zuging und ihn küßte, war die Veränderung in ihrem Weſen eine höchſt auffällige.
„Vater, wann wünſcheſt Du, daß ich wieder meine Rundgänge in dem Kirchſpiel mache?“ fragte ſie.
„Mein gutes Mädchen!“
„Ich bin nämlich vollkommen dazu bereit. Ich bin krank geweſen und habe vielerlei vernachläſſigen müſſen, aber jetzt fühle ich mich wieder beſſer. Papa, ich will mich bemühen, Dir eine gute Tochter zu ſein. Ich habe Riemanden als Dich.“


