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nicht meine Abſicht, Dein Geſchlecht zu beleidigen und zu ſagen, daß nie ein Mann geliebt habe wie Du, aber nur wenige Männer lieben auf dieſe beſon⸗ dere Weiſe, welche allein ein unruhiges, reizbares Mädchen wie ich bin befriedigen könnte, die nur in Dir vollkommenes Vertrauen und vollkommene Ruhe findet.„ 8
aber nicht geſtattet iſt, für mich ſelbſt dankbar zu ſein, ſo darf ich dies doch vielleicht im Namen meiner Schweſter Penelope.
Nachdem ich Deine Anordnungen, ärztliche ſowohl als pſychiſche, ſo lange befolgt habe, beginne ich eine leichte Veränderung an Penelope wahrzu⸗ nehmen. Sie bleibt jetzt nicht mehr lange im Bett liegen unter dem Vorwande, daß der Tag dadurch abgekürzt werde, und es iſt auch nicht mehr ſo ſchwer, ſie zum Ausgehen zu bereden. Weiter als in den Garten will ſie nicht, doch veranlaſſe ich ſie, wenig⸗ ſtens hier alle Tage eine Weile hin und her zu ſchleichen. In der letzten Zeit hat ſie angefangen, von ihren Blumen Notiz zu nehmen, beſonders von einer weißen Moosroſe, auf welche ſie ſonſt ſehr ſtolz war und die noch nie geblüht hat als bis dieſen Sommer. Geſtern öffnete ſich die erſte Knospe — ſie blieb ſtehen und betrachtete ſie.


