Teil eines Werkes 
4. Band (1861)
Entstehung
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moraliſche und leibliche Beſſerung abzweckt und ohne Zweifel, gegen das frühere betrachtet, vortrefflich genannt werden muß. Die Gefangenen ſind zahl⸗ reich, und Viele von ihnen geben ſich, ſobald ſie hinauskommen, die größte Mühe, wieder hineinzu⸗ kommen, ſo groß ſind die Bequemlichkeiten des Ge⸗ fängnißlebens im Gegenſatze mit dem der Freiheit.

Und dennoch kommen ſie mir oft vor wie eine Heerde wilder Thiere, die auf die Art und Weiſe untergebracht und gefüttert werden, welche am beſten geeignet iſt, ihre Geſundheit zu erhalten und ſie ab⸗ zuhalten, ihren Nebenmenſchen Schaden zu thun. Ihr leibliches Wohl wird ſorgfältig in Acht genom⸗ men, aber ihre Seele man möchte zweifeln, daß ſie deren wirklich beſitzen! Sie ſind blos Nummer eins, zwei, drei und ſo weiter, ohne eine Spur von menſchlicher Individualität oder Verantwortlichkeit. Selbſt ihre Geſichter gewinnen alle eine und dieſelbe Form und werden dick, reinlich, träg und Richts ſagend.

Während der Stunde, wo ſie ſich körperliche Bewegung machen, beobachte ich ſie oft, und ſehe zu, wie Jeder innerhalb der ihm angewieſenen Grenzen hin und her ſpaziert, aber ſelten gewahre ich ein. Geſicht, aus welchem nur ein Strahl des Ausdruckes oder der Intelligenz leuchtete.