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Geſetzes aus dem Orte zu vertreiben. Fort müſſen ſie allerdings— dies iſt für Deine Schweſter weſentlich, aber die alte Frau iſt ſehr arm. Sorge daher dafür, daß ſie nicht auf eine Weiſe vertrieben werden, welche ihnen zwiſchen Sünde und Hungertod keine Wahl ließe.
Ueberdies iſt auch das Kind da— wie kann ein Mann jemals ſein eigenes Kind vergeſſen!— doch hierauf will ich weiter nicht eingehen.
Es iſt dies ein ſeltſamer„Liebes⸗Brief,“ doch ſchreibe ich ihn ohne Zögern— Du wirſt ihn ver⸗ ſtehen. Du wirſt gern Etwas von mir hören wollen, aber es giebt wenig zu berichten. Das Leben eines Gefängnißarztes hat große Aehnlichkeit mit dem eines Mühlpferdes und iſt in gewiſſer Be⸗ ziehung beinahe eben ſo hoffnungslos, für die alten und blinden vielleicht am beſten geeignet. Ich muß meine Augen vor ſo Vielem verſchließen, was ich nicht ändern und beſſern kann, und ſo Vieles gedul⸗ dig hinnehmen, wogegen ein Kampf ein eben ſo rieſiges Unternehmen wäre als wenn man die egyp⸗ tiſchen Pyramiden mit dem Kopfe einrennen wollte, und oſt entſinkt mir daher der Muth.
Dieſes große Gefängniß iſt, wie Du weißt, ein Muſter in ſeiner Art und nach dem Syſteme ein⸗ gerichtet, welches mit Hülfe der Einſamkeit auf


