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bringen. Du weißt aber wohl, daß Penelope nicht die einzige Perſon iſt, welche Schiffbruch gelitten hat.
Ich würde dieſen Punkt jetzt nicht zur Sprache bringen, wennich es nicht gewiſſermaßen für einePflicht hielte, und zwar für eine Pflicht, die nach gewiſſen mir zugegangenen Mittheilungen keinen Aufſchub duldet. Es iſt um ſo mehr eine Pflicht, weil meine Beſchäftigung hier mir gar ſo ſehr die Hände bindet. Du und ich, wir leben nicht für uns ſelbſt, wie Du weißt, ja wir leben nicht einmal ganz eins für das andere. Ich wünſche, daß Du mir beiſteheſt, Theo⸗ dora.
In meinem letzten Briefe meldete ich Dir, wie die Geſchichte von Lydia Cartwright zu meiner Kenntniß kam und wie ich am Sarge ihres Vaters von ihrer alten Mutter inſtändig gebeten ward, ſie ausfindig zu machen und womöglich ihrer Heimath wieder zuzuführen. Ich hatte damals keine Ahnung, wer der„Gentleman“ ſei. Später aber kam ich auf die Vermuthung, daß es vielleicht ein Freund von Mr. Charteris ſei.
Um mich zu überzeugen, richtete ich eines Tags einige Fragen an ihn— gerade, offene Fragen, denn ich verabſcheue alle Diplomatie; auch hatte ich per⸗ ſönlich gegen ihn keinen Verdacht. Seine Antwort war eine entſchiedene und beleidigende Verneinung,
Leben um Leben. MW. 12


