Teil eines Werkes 
4. Band (1861)
Entstehung
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Er ſaß blos den ganzen Nachmittag bei mir, pflegte mich und bewachte mich mit ſeinen Augen, aus welchen die Liebe ſprach, die mich mein ganzes Leben hindurch begleiten wird ich weiß, daß ſie es thun wird.

Am Abend war daher ich es, die zuerſt ſagte:

Nun, Max, mußt Du gehen.

Fühlſt Du Dich auch wirklich beſſer?

Ja, und es iſt beinahe dunkel der Weg über den Moor wird ſehr finſter ſein. Du mußt gehen.

Er erhob ſich und reichte Papa und Miſtreß Granton mechaniſch die Hand. Dann ſtand er im Begriff, daſſelbe mit mir zu thun, aber ich machte meine Hände los und ſchlang ſie um ſeinen Hals. Ich fragte nicht darnach, was irgend Jemand ſagen oder denken könnte; er war mein und ich war ſein das konnten ſie Alle wiſſen. Und ich wünſchte auch, daß er wiſſen und fühlen ſollte, wie ich Allem zum Trotz ihn liebte und lieben würde bis zum letzten Augenblicke, und ſo ging er fort.

Das iſt nun über eine Woche her und ich habe keinen Brief bekommen, aber er ſagte auch nicht, daß er ſchreiben würde. Er wird lieber ſelbſt kommen, glaube ich, und ich kann daher jeden Augenblick darauf gefaßt ſein, ihn die Thürglocke läuten zu hören.