Teil eines Werkes 
3. Band (1861)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

188

damals für möglich hielt. Und ich glaube auch jetzt noch, daß ich damit und mit meinem unverbrüch⸗ lichen Vertrauen auf ihn ſo wie dem, wovon ich jetzt überzeugt war ſeiner alleinigen, ausdrück⸗ lichen, unverbrüchlichen Zuneigung zu mir mein ganzes Leben lang hätte zufrieden ſein können.

Mein Geiſt war muthig genug, mein Herz aber war zuweilen ſchwach. Wenn man ſich daran gewöhnt hat, ſeine Zuflucht und ſeinen Troſt bei Jemandem zu finden, wenn das Band immer ver⸗ trauter, immer nothwendiger und immer mehr zum täglichen Bedürfniß wird, wenn das Haus gleichſam leer iſt, bis die Klingel ertönt oder der wohlbekannte Tritt in der Hausflur ſich vernehmen läßt und dann zu wiſſen, daß dies nicht ſo fortgehen kann, daß es zu einem Ende kommen und daß man zu dem alten, alten Loben zurückkehren muß wo man ſich in ſich ſelbſt einſchließt, ohne einen Arm, auf den man ſich ſtützen könnte, ohne ein erheitern⸗ des Lächeln, ohne eine Stimme, welche ſagte:Du haſt Recht, thue es, oderIch glaube, da haſt Du Unrecht, ja dann beginnt man von banger Furcht gequält zu werden..

Wenn ich daran dachte, daß er nach Liverpool wollte, entſank mir der Muth. Ich drückte des Nachts mein Geſicht in das Kopfkiſſen und ſagte bei