Teil eines Werkes 
3. Band (1861)
Entstehung
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kämpfen und weßwegen ich jetzt die Verzeihung meiner theuern, gütigen Freunde anflehe, welche ſo geduldig gegen mich waren ſo wie des Höchſten, des Barmherzigſten von allen.

Doctor Urquhart kam täglich, wie ich ſchon geſagt habe. Wir hatten oft ſehr lange Unterre⸗ dungen mit einander, zuweilen mit Miſtreß Gran⸗ ton, zuweilen allein. Er erzählte mir alle ſeine Pläne und Alles, was er that, und führte mich all⸗ mählig aus der engen Krankenſtubenwelt, welcher ich anheimgefallen, wieder der Strömung ſeines äußeren Lebens zu ſeines eigenen thätigen Lebens mit ſeinen umfaſſenden Pflichten und Sorgen.

Das Intereſſe daran rüttelte mich auf, und die Macht und Schönheit deſſelben kräftigte mich. Alle Träume meiner Jugend, darunter auch der, welchen ich an jenem Abende am Teiche des Moor⸗ lands geträumt kehrten wieder zurück. Ich ſehnte mich zuweilen nach dem Leben, um ſo zu leben wie er auf irgend eine Weiſe irgendwo und mit jedem Opfer, dafern es nur ein Leben war, dem ſeinigen in gewiſſer Hinſicht und deſſel⸗ ben nicht unwürdig.

Ein ſolches Leben ebenſo einſam, ebenſo peinlich, mehr der Pflicht als der Freude gewidmet, war der Himmel weiß es Alles, was ich