— Dich, mein zartes kleines Weſen, meine Taube, meine Blume! Dieſer Gedanke macht mich faſt wahnſinnig. zx⸗
Vergieb! Vergieb auch dieſes Wort„mein,“ obſchon Du in einem gewiſſen Sinne ſchon jetzt mein biſt. Niemand verſteht Dich ſo wie ich, NRie⸗ mand liebt Dich ſo wie ich. Auch geſchieht es nicht auf egoiſtiſche Weiſe, denn ich betheure hier feierlich: wenn ich jetzt fände, daß ich Dein Vater oder Dein Bruder wäre und obſchon dann durch das natürliche Band des Blutes jedes andere unmöglich gemacht werden würde, ſo würde ich mich doch darüber freuen und es wäre mir lieber als wenn ich mich von Dir trennen müßte, als wenn Du mir ent⸗ ſchlüpfteſt wie Dallas, und meine Augen durch Deinen Anblick nicht mehr beglückt würden.
Du ſiehſt nun, was Du mir biſt, da die bloße Erſcheinung Deines kleinen Geſichts an einem Fenſter mich auf dieſe Weiſe rühren konnte. Nun muß ich an die Arbeit gehen. Morgen werde ich Alles er⸗ fahren haben, was Dir gefehlt hat und was ſonſt betrifft.


