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„Wer— ich— was veranlaßt Sie, dies zu glauben?“
Ich antwortete ganz offen ſein eigenes Beneh⸗ men, während die Andern über die Sache geſprochen.
„Sie müſſen nicht auf mein Benehmen achten — es iſt nicht liebreich— es iſt nicht freundlich.“ Und dann bat er mich um Verzeihung und ſagte, er wiſſe recht wohl, daß er gegen mich oft unfreund⸗ licher ſpräche als gegen ſonſt Jemand.
Wenn er es aber auch thut, ſo fühle ich mich doch dadurch nicht verletzt. Er hat ſicherlich viele Urſache zur Aufregung und Gereiztheit, der er durch Worte Luft machen muß. Ich wollte, er thäte dies noch mehr als es der Fall iſt. Man könnte ſich gern gefallen laſſen, von ihm ausgeſcholten zu wer⸗
den, ſobald es ihm zuträglich iſt. Ratürlich aber
würde ich die theologiſche Frage nicht wieder aufge⸗ griffen haben, wenn er nicht ſelbſt einige Minuten ſpäter darauf zurückgekommen wäre. Wir ſtanden draußen vor der Glasthür. Es war Niemand in unſerer Nähe und er ſpricht auch überhaupt ſelten ernſthaft, wenn wir nicht zufällig mit einander allein ſind.
„Denken Sie auch ſo wie jene— ich meine Ihre Schweſtern— daß das moſaiſche Geſetz noch unſer Geſetz iſt— das Geſetz, wo es heißt: Auge um


