Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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Dich, denk' an etwas Anderes an Dein anderes Ich an mich.

Warum erzähle ich dies, einen der zahlloſen peinlichen Vorfälle, die bei unſerm Berufe doch fort⸗ während vorkommen? Weil ich, nachdem ich einmal begonnen, Alles erzählen muß, was mir widerfährt, gerade ſo wie ein Mann, der nach ſeiner täglichen Arbeit nach Hauſe kommt, es laß dieſes Wort mich mit ſicherer Hand niederſchreiben ſeinem Weibe erzählen würde ſeinem Weibe, welches ihm näher ſteht als irgend ein ſterbliches Weſen Bein von ſeinem Bein und Fleiſch von ſeinem Fleiſch, ſeine Ruhe, ſein Troſt, ſeine Wonne die ein Arzt faſt mehr als irgend ein anderer Menſch bedarf, weil ſein Pfad faſt ununterbrochen ihn auf der dun⸗ keln Seite des menſchlichen Lebens führt. 6

Zuweilen aber bieten ſich uns auch Lichtblicke dar, zum Beiſpiel wenn das ſchwere Herz erleichtert iſt, oder der Schatten des Todes von einem Hauſe wieder hinwegzieht Augenblicke, wo der Arzt ſehr zu ſeiner eigenen ſelbſtbewußten Demüthigung als ein rettender Engel betrachtet wird Zeiten, wo er ſich freu't, ein wenig in dem Sonnenſcheine der Freude zu weilen, welche er hat herbeiführen helfen, ehe er wieder hinausgeht in die Schatten des ihm vorgezeichneten Weges.

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