65
Sonntage, von welchen Doctor Urquhart ſagt, daß er ſo großen Genuß daran finde. Es iſt der vor⸗ letzte Sonntag der armen Liſabel. Morgen über acht Tage wird ſie vermählt.
Wir hatten unſern unvermeidlichen Bräutigam zu Tiſche und auch Doctor Urquhart. Papa befahl mir, ihn einzuladen, als wir aus der Kirche kamen. Trotz der Entfernung beſucht er jetzt oft unſere Kirche, worüber Papa ſich zu freuen ſcheint.
Ich entledigte mich meiner Botſchaft, die nicht mit ſo großer Wärme aufgenommen ward als ich glaubte, daß es der Fall hätte ſein ſollen, wenn man erwog, daß ſie von einem bejahrten Manne ausging, der einem Manne, der jünger iſt als er, nicht oft das Kompliment macht, an ſeiner Geſell⸗ ſchaft Vergnügen zu finden.
Ich wollte wieder gehen und ſagte, wahrſchein⸗ lich habe Doctor Urquhart ſchon eine andere und ihm liebere Einladung erhalten, als er raſch erwiderte
„Nein, durchaus nicht. Dies wäre auch geradezu unmöglich.“
„Dann werden Sie alſo kommen? Aber thun Sie ſich durchaus keinen Zwang an, wenn Sie nicht gern kommen.“
Ich ärgerte mich nämlich über ein gewiſſes Zögern und eine Unruhe in ſeinem Benehmen, die


