Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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eine ſpätere Liebe, geſetzt, daß ich jemals eine ſolche fühlen ſollte, nach ihrer Art zärtlicher oder aufrich⸗ tiger ſein wird.

Mond, haſt Du mich vergeſſen? Werde ich eine Perſon in mittlern Lebensjahren und wächſ't eine neue und jüngere Generation heran, welche Dir die vertraulichen Mittheilungen macht, die ich Dir ſonſt

zu machen pflegte? Oder bin ich es, die Dich zuerſt

verlaſſen hat? Höchſt wahrſcheinlich. Du haſt mir in meinem frühern Leben viel Schlimmes, obſchon auch viel Gutes zugefügt. Dieſe Nacht aber ſcheinſt Du freundlich und mild zu ſein. Ich will Dir ver⸗ geben, mein armer alter Mond.

Es iſt ein angenehmer Tag geweſen. Der Kopf ſchmerzt mich ein wenig von der ungewöhn⸗ lichen Aufregung des Angenehmen?

Sind angenehme Stunden denn ſo ſelten? Rein, ich bin müde von der Anſtrengung, mich an⸗ genehm machen zu müſſen, denn Penelope hat mit der Hauswirthſchaft zu thun, ſo wie auch vielleicht mit einigen kummervollen Gedanken in Bezug auf die Hochzeit, und ſie giebt ſich daher keine ſonder⸗ liche Mühe, unſern Beſuch zu unterhalten. Und Liſabelliebt, wie Du weißt, lieber Mond.

Und dennoch würdeſt Du es nicht glauben, ausgenommen Du ſchlöſſeſt es aus dem Umſtande,