Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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drücken ließ, in heiterer Stimmung gegangen war, Eliſabeth eine Adreſſe nennend, unter der ihm ſtets Nachrichten von ſeinen Tanten zukommen konnten, obgleich ſie ihm verſprechen mußte, ihnen noch keine von ihm zu geben, lange nachdem Askott ſie verlaſſen hatte, ſaß Eliſabeth noch auf ihrer Bank und ſah dem Scheiden der Sonne zu, die über die Felder von Gräbern ihre letzten goldigen Streiflichter warf. In der heiligen Stille des ſchönen, einſamen Ortes kam auch eine tiefe, erhebende Ruhe in ihre Seele. Die Ereigniſſe der letzten Jahre zogen an ihrem Geiſte vorüber, und ein Gefühl der Dankbarkeit, wie Alles ſo wunderbar ſich geſtaltet, bemächtigte ſich ihrer. Ja ſelbſt der traurige Tod ihres armen Tom hatte dieſes Begegnen mit Askott herbeigeführt, das möglicher Weiſe noch die Veranlaſſung werden konnte, ihren geliebten Herrinnen ihrenverlorenen Sohn zurückzubringen.

Obwohl ſie die wunderbaren Schickungen nicht mit Vernunftgründen zu zerſetzen ſich bemühte, ſo fühlte ſie doch innige Dankbarkeit, daß Gott ſie theilweiſe zum Werkzeuge für die Ausführung ſeiner Pläne gemacht habe; es war ein erhebender, ermuthigender Gedanke inmitten ihrer Verlaſſenheit, ihres Kummers.

Es ſchien Eliſabeth's Loos, ihre eigenen Leiden ſtets über die Anderer zu vergeſſen oder wenigſtens in den Hintergrund zu drängen. Faſt unverzüglich nach Tom's Tod wurde der kleine Henry vom Scharlachfieber er⸗ griffen, und blieb noch mehrere Monate, nachdem ſchon

die Krankheit beſeitigt war, ſo ſchwach und angegriffen,

daß ſie alle ihre Gedanken und Kräfte der Pflege des