Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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käme Fräulein Hilary wie zufällig nach Hauſe, und die kranke Schweſter würde weiter nicht erſchreckt.

Ihr ſeid ein gutes, nachdenkliches Mädchen, wer lehrte Euch ſo beſonnen und vernünftig zu handeln?

Von dieſen freundlichen Worten wurde Eliſabeth, die erregt und erſchöpft war durch Alles was ſie in den letzten Stunden erlebt hatte, ſo tief ergriffen, daß ihre Standhaftigkeit zu wanken begann. Sie weinte zwar noch nicht, doch war ſie nicht fern davon.

Fräulein Balquidder rief mit ihrem ſchnellen, be⸗ fehlenden Tone über die Treppe hinab:

David, iſt Eure Frau ſchon zu Bett?

Nein, Madame.

Dann ſagt Ihr, ſie ſolle dies junge Mädchen in die Küche holen und ihr etwas Abendbrot geben. Und nach⸗ her mögt Ihr ſie ſicher nach Hauſe bringen, denn ſie iſt ſehr erſchöpft wie Ihr ſeht.

Ja, Madame.

Und dem grauköpfigen David folgend, nahm Eliſa⸗ beth zum erſten Male, ſeit ſie in London war, ein or⸗ dentliches Abendbrot in einer ſauberen, behaglichen Küche ein, welches durch Erzählungen von Fräulein Balquid⸗ der's Güte und Großmuth gewürtt wurde. Als ſie eine Stunde ſpäter, geſtärkt an Geiſt und Leib, heim⸗ kehrte, da ſchlief ſie ruhiger und hoffnungsvoller ein, als ſie es unter den obwaltenden Umſtänden für möglich gehalten hatte.

Ende des erſten Vandes.

Druck von F. A. Brockhaus in Leipzig.