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auch nicht weiter nach ſeiner Liebe fragen, mich nicht darum kümmern. Sie wäre meiner nicht werth, dieſe wandelbare Liebe, ich würde ſie nicht zu halten verſuchen. Ja, Robert, ſelbſt wenn es mein Herz bräche, ich würde Dich aufgeben.“
Ihre Augen flammten, ihre kleine Hand ballte ſich unter dem Shawl feſt zuſammen und dann war es ihr wieder, als wenn ſie, doch jetzt gleich einem leiſen Vor⸗ wurf, durch alle Ferne hindurch die ruhige, klare Stimme hörte, welche die Macht beſaß, ihren leidenſchaftlichſten Ausbruch des Schmerzes zu ſänftigen, die Stimme,
welche einſt an jenem dunklen Abend in Stowbury's
Straßen zu ihr ſagte:„Hilary, Sie müſſen mir ver⸗ trauen!“
Ja, er war ein Mann, dem Jeder wohl vertrauen konnte. Ohne Zweifel glich er anderen Männern und war durchaus nicht der Held, für den dieſes ſo innig liebende Mädchen ihn hielt, aber in jedem Verhältniſſe und allen Menſchen gegenüber hatte ſich Robert's Zu⸗ verläſſigkeit bewährt. Er beſaß auch jene ſeltene Eigen⸗ ſchaft der Treue, was ſchon in ſeinem Angeſicht zu leſen war. Nicht nur Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit, ſondern Treue ſtand darauf. Wenn er ein Vorhaben gefaßt, ſich einem Gefühle hingegeben hatte, ſo blieb er dieſem nicht nur zeitenweiſe treu, ſondern für ewig; wenn nicht Ehre und Gewiſſen ein Zurücktreten ver⸗ langten, ohne dies gab es für dieſen Ma in nicht einmal den Gedanken an einen Wechſel ſeiner Geſinnungen.
„Robert, Robert!“ ſchluchzte das arme, einſame


