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jener erſte Fehler verbeſſert werden kann, wenn auch der Kampf dagegen oft ein heißer iſt und erſt zuweilen mit dem Leben endet.
Eliſabeth hatte dieſen Streit mit dem böſen Feinde wohl noch gar nicht begonnen, ſie wußte noch nicht, was Selbſtbeherrſchung ſei; denn ihre ganze Erſcheinung, als ſie zwar wortlos, doch mit welchem Geſichtsaus⸗ druck! bei dem Strom von Scheltworten daſtand, war geradezu zurückſtoßend. Selbſt Hilary wandte ſich ab und gab dem Gedanken Raum, daß es doch wohl leichter geweſen ſein möchte, den ganzen Tag Unterricht zu ertheilen und Abends das Hausweſen zu beſorgen, als ſolch eine Dienerin zu haben, nicht der Schande zu gedenken, daß Selina's„Eigenheiten“ ſich ſo vor einer Fremden enthüllten.
Hilary wußte ſchon aus Erfahrung, daß der Ver⸗ ſuch, den Zornesausbruch zu dämpfen, nutzlos ſei. Das einzig Mögliche war, Selina ihren Grimm ausſprudeln zu laſſen, bis ſie von ſelbſt aufhörte, und dann in einer ſtillen, paſſenden Stunde Eliſabeth zu erklären, daß die ſcharfen Worte nun einmal der Schweſter„Art und Weiſe“ wären und man Nachſicht damit haben müſſe. Obgleich dies ſehr demüthigend und gewiß der Autorität nicht förderlich war, eine neue Dienerin zu lehren, Nach⸗ ſicht mit einer ihrer Herrinnen zu haben, ſo blieb doch kein anderer Ausweg. Hilary hatte wohl vorausgeſehen, daß es dahin kommen würde, dennoch glaubte ſie nicht, daß gleich am erſten Abend ein ſolcher Auftritt ſich ereignen werde.
Aber der Sturm war losgebrochen, und zwar mit


