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geben. In dem Sturme der Leidenſchaft, der ihn erfaßt hatte, war es ſicher gut, daß er empfand, wie der reich bekränzte Becher der Liebe nicht der einzige Halt des Lebens bleibe, ſondern welch' ein großer Werth in dem Beſitze eines Freundes und Bruders liege, der das Daſein mit der Liebe eines Jonathan umgiebt, die oft diejenige des Weibes übertrifft.
„Ich habe unrecht gehandelt,“ begann er mit gebrochener Stimme;„doch ich weiß nicht, was ich that. Mir iſt jetzt beſſer. Kommen Sie, wir wollen nach Hauſe gehen.“
Er ſchlang ſeinen Arm um mich wie zum Schutze, und blieb ſelbſt noch oben am Feuer bei mir ſitzen, um mit mir zu reden. Wie ſtark der Kampf auch geweſen ſein mußte, ich erkannte, daß er über⸗ wunden war; er ſah wieder aus wie ſonſt, nur ſo unbeſchreiblich bleich, doch hatte er wieder ſeine alte Stimme; ja, ſelbſt wenn er von ihr ſprach, denn er nannte zuerſt ihren Namen.
„Phineas, glauben Sie gewiß, daß ſie morgen abreiſ't?“
„Ich muß es glauben. Wollen Sie ſie wieder⸗ ſehen?“
„Wenn ſie es wünſcht.“ „Und ihr Etwas ſagen?“


