Teil eines Werkes 
2. Band (1860)
Entstehung
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mit Freude gefüllten Phiole zählt, die ſich immer mehr entleert, aber die unbarmherzige Hand der Zeit läßt nicht ab, ſie gießt und gießt bis zu Ende.

Nun wohl! wenn Sie es denn wiſſen wollen, es war eine meiner Unarten, denn ich war ein un⸗ artiges Kind. Man ſchlug mir ein Stück Brot ab,

das ich verlangte, um es einem armen Jungen zu geben.

Der gegenüber unter einem Vorbau ſtand im vollſten Regen nicht wahr?

Woher wiſſen Sie das? aber er ſah hungrig aus und ich bedauerte ihn ſo ſehr.

Wirklich? frug er in einem faſt unverſtänd⸗ lichen Tone.

Ich habe nachher oft ſeiner gedacht, wenn ich zufällig die Narbe ſah.

Zeigen Sie ſie mir darf ich?

Und ihre Hand ergreifend ſchob er ſanft den Aermel zurück und entdeckte gerade über dem Hand⸗ gelenk eine tiefe weiße Narbe. Er ſah ſtarr darauf hin, während ein Beben über ſeine Lippen flog; dann ohne ein Wort des Abſchiedes oder der Entſchuldi⸗ gung zu ſagen, verließ er das Zimmer.